12. "HL. PETKA" KIRCHE

Die Kirche zur Hl. Petka gilt als lokales Kulturdenkmal und befindet sich gegenüber der Kreuz-Kaserne im alten Teil der Stadt Kaleto. Laut Inschrift oberhalb der Eingangstür wurde sie auf den Fundamenten eines alten Tempels in den Jahren 1634-36 errichtet. Der österreichische Völkerkundler Felix Kanitz erwähnte bereits bei seinem ersten Besuch in Widin im Jahr 1862, dass die Kirche dort tief in die Erde eingegraben ist. Nach der Eroberung des zweiten Bulgarischen Reiches im Jahr 1393 durch das Osmanische Reich wurden die Reliquien der Hl. Petka in das Königreich Widin überführt, wo sie bis zum endgültigen Fall des mittelalterlichen bulgarischen Staates aufbewahrt wurden. Als die Bewohner von Widin die kleine steinerne Kirche im XVII Jh. erbauten, entschieden sie sich bei der Namensgebung für die Hl. Petka. Laut einem osmanischen Grenzgesetz im Laufe des XIX Jh. war es den osmanischen Behörden erlaubt, alle Grenzfestungen zu beschlagnahmen und zu Verteidigungszwecken anzupassen. Aufgrund ihrer Nähe zu militärischen Anlagen wurde die Hl. Petka-Kirche deshalb in ein Militärkohlelager umfunktioniert und die sich darin befindenden Fresken mit Kalk verputzt. Nach der Befreiung Bulgariens wurde die Kirche im Jahr 1882 wiederaufbereitet und ab dem Jahr 1915 wieder der Gottesdienst eingeführt.


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